GEBÄUDE&DEKO - KLEINTEILE Persil-Uhr 1970

Masstab

Schwierigkeitsgrad

Zeitaufwand
1-2h
Bautipps
Bilder
(zusätzliche)
CD-ROM
Legende
(für Info anklicken)

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Persiluhr im Stil der 70er-Jahre:
Entwurf: Frank Rehberg

Ein paar Worte vorab:
Wenn dieses Modell auch ein Kleingebäude ist, scheint es im ersten Moment nichts mit Modellrennbahnen zu tun zu haben.

Dennoch habe ich seit einigen Jahren im Netz Fotos diverser Stadtuhren gesammelt um daraus einmal ein kleines "Einsteigermodell" zu machen. Im Umfeld der Rennbahn findet sich bestimmt ein wenig Platz an der auch diese Uhr einen Platz finden wird.

Als Kind der 70er habe ich an vielen Plätzen und Haltestellen solche Werbeuhren gesehen. Die Firma Henkel wird vielen von uns als typisch für diese Zeit aufgefallen sein. Dieses Modell läßst sich auch als Werbeuhr mit anderen Sponsoren umgestalten und bietet dadurch viel Spieraum für eigene Kreationen. Zum Modellbausatz selber ist zu sagen das er recht einfach gestaltet und aus wenigen Bauteilen bestehend konzipiert ist. Für diejenigen, die etwas höheren Aufwand betreiben wollen, ist ein zweites Blatt mit Details zur "Verfeinerung" (man spricht im Modellbau auch von "supern") dabei.

Historischer Hintergrund:
Bereits um die Jahrhundertwende zeichnete sich die Firma Henkel dadurch aus, dass sie ihre Produkte mit einem völlig innovativen und kreativen Marketing kombinierte. So entstanden aufwendige Werbeaktionen bei denen weiss gekleidete Personen in Fußgängerzonen mit "Persil-Regenschirmen" herumliefen. Später waren dann diese Personen auf großformatigen Werbeplakaten zu finden um das Produkt ins Gedauml;chtnis der Bürger zu bringen. In den 1920er-Jahren begann Henkel langfristig zu investieren... Sie boten Straßenuhren (mit Persil-Werbeflächen) für einige Städte an, die sie an prominenten und geschäftigen Orten platzierten.
Viele dieser Uhren wurden der Waffenindustrie während des Zweiten Weltkriegs geopfert oder hielten den Bombenanschlägen nicht stand, aber 1987, anlässlich des 80. Jahrestages der Marke Persil, wurden die Idee wiedergeboren. Henkel beschließt, den Städten, auf deren Plätzen sich die Persil-Uhren zuvor befanden, kostenlos neue Uhren anzubieten - wie z.B. auf dem Burgplatz, dem Jürgensplatz oder dem Brehmplatz in Düsseldorf... eine gute Möglichkeit, die historische Vermarktung der Marke hervorzuheben und die nostalgischen Emotionen, die damit verbunden werden wieder zu erwecken.
Anlässlich des 90jährigen Jubiläums der Marke wurden neun weitere Persil-Uhren in verschiedenen Städten Deutschlands angeboten. Heute gibt es 34 Persil-Uhren in Deutschland, darunter 9 in Düsseldorf.

Beim hier gezeigten Modell handelt es sich um die vereinfachte Version der Persil-Uhr, die typischerweise in vielen Innenstädten bis heute noch zu finden sind.
Nun aber genug der Erklärungen.


Viel Spaß beim Basteln !

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Download Persil-Uhr-Bauvorlage 1970:
klicken um die Bauvorlage als PDF zu erhalten Wie bereits bei meinen anderen Modellgebäuden haben ich die Vorlage als Portable Document Format-Datei (kurz PDF) hier links auf der Seite zum Download abgelegt damit man sie dann mittels Farbdrucker auf Karton ausdrucken kann. Durch die PDF-Datei sollte das Resultat des Ausdrucks auf jedem Drucker gleich sein (Maßstab).

Zum Lesen der PDF-Dateien benötigt Ihr den Acrobat Reader.

Bauanleitung :
Zunächst druckt man die Vorlagen auf DIN A4 Fotopapier oder Karton mit mindestens 180g aus.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Die Bauelemente der Persiluhr sind relativ einfach zusammenzubauen. Es handelt sich um zwei quaderförmige Bauteile, den Würfel mit den Uhren sowie das Dachstück.
Hier im Bild links ist das Uhrenbauteil nach dem ausschneiden zu sehen. Es wird entlang der Falzlinien mit einem spitzen Gegenstand vorgeritzt und dann gefaltet. Durch die Klebelaschen erklärt sich der Zusammenbau relativ selbst. Geometrisch gesehen handelt es sich um einen Kegelabschnitt der aber fast wie ein Würfel zusammengebaut wird.

Wir fangen mit dem Uhrenkopfteil an (Bild ganz links) und anschließend bauen wird en Würfel des Sockels zusammen. (Bild links)
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Nun wird das Dachstück ausgeschnitten und geknickt. (Bild ganz links)
Die beiden Zwischenböden werden ausgeschnitten und auf 1mm dicken Verstärkungskarton aufgeklebt und erneut ausgeschnitten. (Bild links)

Das Dachbauteil kann nun auf den größeren der beiden Zwischenböden aufgeklebt werden. (Bild rechts) Ich habe dann das fertige Dachbauteil als auch den anderen Zwischenboden mit passender grauer Acrylfarbe angestrichen.
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Als letztes Bauteil wird nun der Werbeteil (quaderförmige Korpus) ausgeschnitten, gefalzt und an den Klebelaschen zusammengeklebt. Nach dessen Fertigstellung werden in der Reihenfolge Sockel, Korpus, Zwischenboden, Uhrenbauteil und Dachbauteil aufeinander geklebt.

Fertig ist unsere Persiluhr der 70er Jahre !
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Supern:
Wer etwas mehr Aufwand treiben möchte und die Uhr auch noch optisch hochwertiger gestalten will, kann die Bauteile auf dem 2. Blatt der Bauvorlage dazu nutzen.
Auf diesem Blatt sind einige Bauteile des Modells nochmals vorhanden. Dies sind die Rahmen der Werbe- bzw. Uhrenflächen sowie die dazu erforderlichen Grafiken, da diese beim Original hinter Glas liegen.
Die Rahmen werden grob ausgescchnitten und dann erneut auf eine Lage Karton (ruhig auch etwas dickeren) geklebt bevor sie dann vorsichtig, zuerst innen und dann an den Aussenseiten, ausgeschnitten werden. Diese werden anschließend mit passender grauer Acrylfarbe angestrichen. Dabei muss darauf geachtet werden das insbesondere die Kanten (Innen und Außen) gestrichen werden, damit keine weißen Kartonstellen mehr zu sehen sind. Die Dekore der Werbe- und die Uhrenflächen werden ausgeschnitten und dann "laminiert". Wer kein Laminiergerät besitzt, Kann den gleichen Effekt auch dadurch erzielen das er die Dekore mit transparentem Paketklebeband beklebt. Nach diesem Vorgang werden die Dekore wieder exakt an den Rändern ausgeschnitten und dann mit den gestrichenen Rahmen verklebt. Auf die gleiche Weise werden die Rahmen des Uhrenbauteils gestaltet. Das Bild ganz links zeigt das "veredelte" Ergebnis.

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