X-Mas-Special 2025 Persil-Uhr 1927

Masstab

Schwierigkeitsgrad

Zeitaufwand
3-4h
Bautipps
Bilder
(zusätzliche)
CD-ROM
Legende
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Hier ist es, das X-Mas-Special 2025 !

Auch dieses Jahr habe ich wieder ein X-MAS-Special für euch.
Diesmal ist es der Bausatz einer Persiluhr wie sie seit 1927 das Bild vieler Städte in Deutschland prägen. Sie sind relativ sparsam was den Platzbedarf anbelangt und daher für fast jede Rennstrecke (oder auch Spur1-Bahn) verwendbar.
Ich wünsche Euch beim Basteln viel Spaß und einige ruhige und besinnliche Tage (und natürlich das wir alle ein gutes 2026 haben werden) ;-)


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Persiluhr im Stil von 1927:
Entwurf: Frank Rehberg

Ein paar Worte vorab:
Wenn dieses Modell auch ein Kleingebäude ist, scheint es im ersten Moment nichts mit Modellrennbahnen zu tun zu haben.

Dennoch habe ich seit einigen Jahren im Netz Fotos diverser Stadtuhren gesammelt um daraus einmal ein mittelschweres "Einsteigermodell" zu machen. Im Umfeld der Rennbahn findet sich bestimmt ein wenig Platz an der auch diese Uhr einen Platz finden wird.

Als Kind der 70er habe ich an vielen Plätzen Persil-Werbeuhren gesehen. Die Firma Henkel wird vielen von uns als typisch für diese Zeit aufgefallen sein. Zum Modellbausatz selber ist zu sagen das er recht einfach gestaltet und aus wenigen Bauteilen bestehend konzipiert ist. Für diejenigen, die etwas höheren Aufwand betreiben wollen, ist auch bei diesem Modell ein zweites Blatt mit weiteren Details zur "Verfeinerung" (man spricht im Modellbau auch von "supern") dabei.

Historischer Hintergrund:
Bereits um die Jahrhundertwende zeichnete sich die Firma Henkel dadurch aus, dass sie ihre Produkte mit einem völlig innovativen und kreativen Marketing kombinierte. So entstanden aufwendige Werbeaktionen bei denen weiss gekleidete Personen in Fußgängerzonen mit "Persil-Regenschirmen" herumliefen. Später waren dann diese Personen auf großformatigen Werbeplakaten zu finden um das Produkt ins Gedauml;chtnis der Bürger zu bringen. In den 1920er-Jahren begann Henkel langfristig zu investieren... Sie boten Straßenuhren (mit Persil-Werbeflächen) für einige Städte an, die sie an prominenten und geschäftigen Orten platzierten.
Viele dieser Uhren wurden der Waffenindustrie während des Zweiten Weltkriegs geopfert oder hielten den Bombenanschlägen nicht stand, aber 1987, anlässlich des 80. Jahrestages der Marke Persil, wurden die Idee wiedergeboren. Henkel beschließt, den Städten, auf deren Plätzen sich die Persil-Uhren zuvor befanden, kostenlos neue Uhren anzubieten - wie z.B. auf dem Burgplatz, dem Jürgensplatz oder dem Brehmplatz in Düsseldorf... eine gute Möglichkeit, die historische Vermarktung der Marke hervorzuheben und die nostalgischen Emotionen, die damit verbunden werden wieder zu erwecken.
Anlässlich des 90jährigen Jubiläums der Marke wurden neun weitere Persil-Uhren in verschiedenen Städten Deutschlands angeboten. Heute gibt es 34 Persil-Uhren in Deutschland, darunter 9 in Düsseldorf.

Beim hier gezeigten Modell handelt es sich um die Version der ersten Persil-Uhr aus dem jahr 1927, zufällig dem Einweihungsjahr meiner Lieblingsrennstrecke, dem Nürburgring. Auch wenn es dort in der Realität keine solche Uhr gab, hätte sie dort bestimmt im Eingangsbereich einen guten Platz finden können.
Nun aber genug der Erklärungen.


Viel Spaß beim Basteln !

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Download Persil-Uhr-Bauvorlage 1927:
klicken um die Bauvorlage als PDF zu erhalten Wie bereits bei meinen anderen Modellgebäuden haben ich die Vorlage als Portable Document Format-Datei (kurz PDF) hier links auf der Seite zum Download abgelegt damit man sie dann mittels Farbdrucker auf Karton ausdrucken kann. Durch die PDF-Datei sollte das Resultat des Ausdrucks auf jedem Drucker gleich sein (Maßstab).

Zum Lesen der PDF-Dateien benötigt Ihr den Acrobat Reader.

Bauanleitung :
Zunächst druckt man die Vorlagen auf DIN A4 Fotopapier oder Karton mit mindestens 180g aus.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Die Bauelemente der Persiluhr sind relativ einfach zusammenzubauen. Es handelt sich um einfache symetrische Bauteile,
Hier im Bild links ist das Sockelbauteil (A1) nach dem ausschneiden und falzen zu sehen. Es wird entlang der Falzlinien mit einem spitzen Gegenstand vorgeritzt und dann gefaltet. Durch die Klebelaschen erklärt sich der Zusammenbau relativ von selbst. Geometrisch gesehen handelt es sich um einen Würfel mit aufgesetztem Kegelabschnitt, der aber fast wie ein Würfel zusammengebaut wird.

Die Zwischenplatte (Bauteil A3) wird ausgeschnitten und auf einen ca. 1mm dicken Karton aufgeklebt. Die Kanten werden im 45-Grad-Winkel abgeschrägt. (Bild links) Hierzu wird der Cutter entlang des inneren Rechtecks im passenden Winkel gefürt und dadurch eine Phase geschnitten. Die fertige Platte wird anschließend mit passender dunkelgr&auuml;ner Acrylfarbe angestrichen.
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Um der späteren Uhr mehr Standfestigkeit zu geben, habe ich passend zu den Abmessungen der Bodenplatte einen 3mm-Karton zurechgeschnitten (optional anstelle des dünnen Kartonbodens). Dieser ist hier ganz links am unteren Rand im Bild zu sehen.
Im Bild links ist das zusammengeklebte Sockelbauteil (A1) zu sehen,bei dem ich jedoch den Boden abgeschnitten hatte um an dessen Stelle die 3mm dicke Bodenplatte einkleben zu können. Daneben rechts ist die bereits angestrichene Deckplatte (mit dem 45-Grad-Winkel an den Kanten) zu sehen.

Das Bild rechts zeigt den Einbau der 3mm-Bodenplatte in Bauteil A1. Anschließend wird die fertig gestrichene Zwischenplatte (A3) auf den unteren Sockel aufgeklebt.
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Wir scheiden nun Bauteil A2 aus, falzen und falten es entlang der Kanten (Bild ganz links)

Da es sich eigentlich einen simplen Quader handelt sollte sich der Zusammenbau aus den nebenstehenden Bildern erklären.
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Auch das nächste Bauteil (A4) wird wie auf dem Bild links zu sehen ausgeschnitten und zusammengeklebt.
Das Bild rechts zeigt das Ergebnis.
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Wir kommen nun zum komplexesten Bauteil dieses Modells. Wenn es auch zunächst unmöglich scheinen mag bei einem Kartonmodell auch gebogene Oberflächen zu bauen, so kann ich euch bei diesem Bauteil vom Gegenteil überzeugen. Für den Uhrenkopf der Säule wird Bauteil A5 ausgeschnitten und wie auf den nebenstehenden Bildern zusammengeklebt.

Die Bauteile A8 und A9 werden auf 1mm-Verstärkungskarton aufgeklebt und dann, wie auf dem rechten der beiden Bilder zu sehen, ausgeschnitten.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Das nebenstehende Bild zeigt die beiden kreuzförmig zusammengebauten Bauteile A8. In das zusammengebaute Bauteil A5 werden auf der Innenseite zur Verstärkung die vier Bauteile A9 eingeklebt. Da die exakten Größen der Bauteile abhängig von der Materialstärke sind, müssen hier die Bauteile ggf. mehrfach in der Breite/Höhe angepaßt werden bevor sie letztlich eingeklebt werden können. Auch die vier Bauteile A7 werden ausgeschnitten und (wie auf dem Bild zu sehen) leicht vorgerundet.

Das Bild rechts zeigt das Bauteil mit eingesetztem "Verstärkungskreuz".
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Die Bilder oben zeigen wie die Bauteile A7 schritt für Schritt aufgeklebt werden. Da sie vorgerundet sind wird jedes Teil mit der Spitze in der Fläche zwischen den Zifferblättern beginnend eingeklebt. Oben überragt Bauteil A7 die Mitte der kreuzförmigen Verstärkung. Nachdem alle vier Bauteile A7 eingeklebt sind ist der obere Deckel geschlossen. Wenn man nun die entstanden Kanten und Flächen mit Kittifix-Klebstoff kräftig bestreicht ergibt sich nach dem Trockenen eine fast glatte Oberfläche.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Das Bild links zeigt das ausgeschnittene und vorgeknickte Bauteile A6. Es besteht aus einem unteren Streifen und einem darüberliegenden Teil welcher unter den Ziffernblättern angeordnet werden muss. In der Breite des unteren rechteckigen Streifens werden passende Kartonstreifen zurechtgeschnitten und an die untere Kante des bereits fertigen Bauteils A5 geklebt (siehe Bild rechts). Hier müssen ggf. mehrere Streifen übereinander geklebt werden bis die erforderlich Stärke erreicht ist um das Bauteil A6 rundherum "umwickeln" zu können. Bauteil A6 wird jedoch zunächst nur mit dem unteren Teil auf die Kartonstreifen geklebt. klicken um das Bild vergrössert zu erhalten
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Im nächsten Schritt werden die oberen Teile von Bauteil A6 nach ausen gebogen um sie einfacher mit Kittifixklebstoff bestreichen zu können. Sie werden dann "hochgeklappt" und auf der Wand unterhalb des Ziffernblattes angedrückt.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Nun können die fertigen Bauteile in der Reihenfolge A1, A2, A3 und A4 zusammengeklebt werden.
Den Uhrenkopf habe ich vorerst noch nicht verklebt, denn ich möchte euch zeigen wie ihr ein noch realistischeres Aussehen erreichen k&oouml;nnt. Wenn euch jedoch bereits dieses Ergebnis genügt seid ihr bereits fertig.

Ich bin jedoch der Meinung, dass es sich lohnt die weiteren kleinen Bauschritte zu machen um eine wirklich gutes optisches Ergebnis zu erzielen.
Supern:
Wer etwas mehr Aufwand treiben möchte und die Uhr auch noch optisch hochwertiger gestalten will, kann die Bauteile auf dem 2. Blatt der Bauvorlage dazu nutzen.
Auf diesem Blatt sind einige Bauteile des Modells nochmals vorhanden. Dies sind die Rahmen der Werbe- bzw. Uhrenflächen sowie die dazu erforderlichen Grafiken, da diese beim Original hinter Glas liegen. Ihr könnt auch nur einzelne dieser Schritte dieser "Veredelung" an euerem Modell anwenden, je nach Geduld und Anspruch.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Auf dem zweiten Blatt sind u.a. auch vier Scheiben für die Ausgestaltung der Ziffernblätter enthalten. Sie werden wie im Bild links gezeigt auf 1mm dicken Verst¨rkungskarton aufgeklebt und dann kreisrund ausgeschnitten. Das dies u.U. nicht immer so gut gelingt habe ich einfach mal zwei zusätzliche Kreise auf die Vorlage gebracht.

Das Bild rechts zeigt den ausgeschnittenen Kreis. Nun werden mehrere ca. 2mm breite Kartonstreifen (kann aus dem Restmateril des A4-Kartons geschitten werden) abgeschnitten.
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klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Der Kartonstreifen wird über eine scharfe Kante gezogen (z.B. ein Stahllineal). Dadurch "kringelt" sich das Material (siehe Bild ganz links).

Dieser Kartonstreifen wird nun mit Kleber bestrichen und um den 1mm dicken Kartonkreis herumgeklebt.(Bild Mitte)

Ein weiterer Kartonstreifen wird (etwas versetzt zum ersten) auf den ersten Streifen geklebt. Durch die zwei Lagen Karton erhalten wir einen festen Rand um das Ziffernblatt.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Auf die zuvor beschriebene Weise werden nun alle vier Ziffernblätter hergestellt und auf den fertigen Uhrenkopf (Bauteil A5) aufgeklebt wie im Bild ganz links zu sehen.

Das mittlere Bild zeigt wie ich durch das Aufbringen von Kittifixklebstoff eine gleichmäßige Oberfläche erzeuge. Nach dem Trocknen des Klebstoffs sind Unebenheiten und kleine Spalte ausgegelichen. Durch eventuelles Wiederholen des Prozesses erhalten wir eine Oberfläche, die letztlich dann mit Acyrlfarbe angestrichen wird.
klicken um das Bild vergrössert zu erhalten Jetzt werden die vier Zifferblätter grob ausgeschnitten und dann mit transparentem Paketklebeband beklebt/"laminiert" (wer ein Laminiergerät besitzt kann dieses natürlich dafür auch nutzen). Die laminierten Ziffernblätter werden mittels Nagelschere kreisrund ausgeschnitten (ggf. Passprobe und nachbessern) und dann in die Öffnungen der Uhren geklebt. Das fertigestellte Uhrenkopfteil (Bild rechts) kann nun auf die Säule aufgeklebt werden. klicken um das Bild vergrössert zu erhalten
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Rahmen und Glasflächen:
Weitere Bauteile auf dem 2. Blatt sind für die Gestaltung der Werbeflächen die sich hinter Glas befinden vorhanden. Hierzu habe ich dort die Rahmen der Werbeflächen und die dahinter zu klebenden Werbedekore auf die Vorlage gebracht.

Die Rahmen werden grob ausgescchnitten und dann erneut auf eine Lage Karton (ruhig auch etwas dickeren) geklebt bevor sie dann vorsichtig, zuerst innen und dann an den Aussenseiten, ausgeschnitten werden. Diese werden anschließend mit passender grüner Acrylfarbe angestrichen. Dabei muss darauf geachtet werden das insbesondere die Kanten (Innen und Außen) gestrichen werden, damit keine weißen Kartonstellen mehr zu sehen sind. Die Dekore der Werbeflächen werden ausgeschnitten und dann (wie bereits bei den Zifferblättern) "laminiert". Nach diesem Vorgang werden die Dekore wieder exakt an den Rändern ausgeschnitten und dann mit den gestrichenen Rahmen verklebt. Das Bild ganz links zeigt das "veredelte" Ergebnis.

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